Brunn am Gebirge

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Montag, 28. August 2017

Nehmt ihn euch!

Von: Birgit Glatz-Stadler

Mit diesen Worten eröffnete Bgm Dr. Andreas Linhart gestern den neu gestalteten Franz Anderle-Platz.

Mit der Inbetriebnahme des Donatusbrunnens wurde zwei Tage vor der feierlichen Eröffnung endlich der Schlussstein für die Umbauarbeiten rund um das Gemeindeamt gesetzt. Der vorletzte Teil der sechsteiligen Baureihe  war der wohl mühsamste. Vor allem für die Anrainerinnen und Anrainer sowie die Wirtschaftstreibenden, die monatelange Lärm- und Schmutzbelastungen hinnehmen mussten. „Der Presslufthammer ist die Musik der Konjunktur“, besänftigte LAbg. Hans Stefan Hintner in seiner Festrede als Vertreter des Landes Niederösterreich.

 

„Das Gemeindeamt hat endlich einen richtigen Vorplatz, gleichzeitig wurde die Verkehrsführung verbessert – mit dem neuen Franz Anderle-Platz ist das Ensemble des neuen Ortszentrums komplett, für mich ist ein Jahrhundertprojekt abgeschlossen“, freut sich Bgm Dr. Andreas Linhart. Mit den an die Brunnerinnen und Brunner gerichteten Worten „Nehmt ihn euch!“ schloss er seine Ausführungen ab und lud zum Fest, denn am Franz Weiss-Platz warteten zahlreiche kulinarische Köstlichkeiten, kühle Getränke und ein buntes Unterhaltungsprogramm auf die vielen Gäste (zur Fotogalerie).

 

Projektinfos
„Folded landscapes“, die gefaltete Landschaft wurde fortgesetzt. Mit anderen Worten, BRUNO-Freiluft und Franz Anderle-Platz haben gestalterisch dasselbe Gesicht. Gepflastert mit demselben Stein, ausgestattet mit Staudenbeeten, modern, luftig und durch eine „Aufdoppelung“ der Fahrbahn barrierefrei geworden. Auch der Donatusbrunnen befindet sich fast an derselben Stelle wie vor dem Umbau.

 

Historie
Ausgehend von einem Bürgerbeteiligungsmodell im Jahr 2006, in dem die grundsätzlichen Anforderungen an ein neues Ortszentrum festgelegt wurden, fand im Jahr 2008 ein Ideenwettbewerb statt. Im Anschluss wurde in einem offenen Verfahren ein Realisierungswettbewerb zur Umsetzung aller Gedanken und Wünsche ausgeschrieben. Bereits im Dezember 2009 stand das Siegerprojekt des Realisierungswettbewerbs fest: apm Architekten Podivin & Marginter ZT GmbH mit Landschaftsplanerin DI Alice Größinger überzeugten mit ihrer Idee.

 

In Folge wurden die Gebäude des alten Wirtschaftshofes und das ehemalige Rettungsgebäude abgerissen und der Kindergarten „Ortszentrum“ errichtet. Nach einer Schaffenspause – bedingt durch die Finanzkrise – wurden im August 2012 das ehemalige Feuerwehrgebäude und das Heizhaus beim Festsaal abgebrochen und gleich danach im September die Bauarbeiten für das neue Parkdeck – Bauteil A aufgenommen, welches am 23. Mai 2013 feierlich eröffnet und seiner Bestimmung übergeben wurde.

 

Noch im selben Jahr, im August, wurden die Bauarbeiten für den Zu- und Umbau des Festsaales – Bauteil B aufgenommen, welcher am 9. Jänner 2015 seiner Bestimmung übergeben wurde. Und last but not least folgte die Fertigstellung von Bauteil C – Verkaufsstätte und Marktplatz sowie Bauteil D – Platzgestaltung. Die Firma Wiesbauer öffnete ihre Pforten am 6. Mai, die Post Ende Mai und der Platz selbst wurde am 30. Mai 2015 feierlich eröffnet.

 

Die Bruttobaukosten für die Bauteile A, B, C und D belaufen sich auf € 12,3 Mio. Vom Land Niederösterreich erhält die Gemeinde € 2 Mio. an Bedarfszuweisungen.

 

Bauteil F – Umgestaltung Franz Anderle-Platz
Baubeginn war im Herbst 2016 – das Ende im August 2017
die voraussichtlichen Bruttobaukosten betragen ca. € 1,5 Mio.
Mit den Vorarbeiten zur Neugestaltung des Franz Anderle-Platzes wurde am 11. April 2016 begonnen. Eingeteilt in fünf Bauphasen erfolgten die Vor- und Einbauarbeiten für öffentliche Beleuchtung, Wasser, Kanal, Gas, Strom etc.

 

Nach der Verkehrsverhandlung am 10. Oktober 2016 wurden die Straßenbauarbeiten aufgenommen. Noch vor Jahreswechsel konnte der Gehsteig im Bereich zwischen Kirchengasse 3 und dem Heimathaus fertiggestellt werden. Nach der Winterpause im Februar 2017 wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. Es folgten Straßensperren, Umleitungen und Einbahnregelungen, die sowohl von der Bevölkerung als auch den ansässigen Wirtschaftstreibenden mit großer Geduld ertragen wurden.

 

Durch die Verlegung der Fahrbahnen entstand ein großzügiger Platz, der künftig einen Schanigarten beherbergen wird. Das historische Gemeindeamt (Bauteil E – die Arbeiten werden nach der Nationalratswahl am 15. Oktober aufgenommen) bleibt äußerlich unverändert. Durch den modernen Platz rund um das Gebäude entsteht ein interessanter Kontrast zwischen historischem Gebäude und moderner Platzgestaltung. Einziges Manko: Es dürfen nach Vorgaben des Denkmalamtes keine Bäume gepflanzt werden. Einerseits um die Sicht auf das Gemeindeamt zu wahren, andererseits damit die Kreuzung gut einsehbar ist.

 

Der Platz selbst ist seit Ende Juli 2017 wieder uneingeschränkt befahrbar. Allerdings beschäftigt uns seit 17. Juli eine neuerliche Baustelle in der Leopold Gattringer-Straße. Im Abschnitt HNr. 42 bis HNr. 50 werden im Parkstreifenbereich die Wasser- und Gasleitungen erneuert. Im Anschluss daran wird zwischen Leopold Gattringer-Straße 38 und 50 eine Fernwärmeleitung errichtet. Als Abschluss der Arbeiten wurde uns der 15. Oktober genannt.



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