Brunn am Gebirge

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Umweltinformationen

Feuerbrand

Feuerbrand ist eine hochinfektiöse, schwer zu bekämpfende, bakterielle Krankheit und befällt vor allem Apfel-, Birnen-, Quitten- und Mispelbäume. Aber auch Zier- und Wildgehölze wie die Zwergmispel, Weiß- und Rotdorn, Feuerdorn, Mehlbeere, Speierling, Elsbeere, Felsenbirne und Vogelbeere, Apfelbeere, Zierapfel, Woll- und Glanzmispel sowie Schein- und Zierquitten gehören zu den gefährdeten Arten.

Für Mensch und Tier besteht keine Gefahr!
Das Krankheitsbild an der Wirtspflanze äußert sich, dass Blätter und Blüten plötzlich welken und sich braun oder schwarz verfärben. Die leicht übertragbare Krankheit wurde als Quarantänekrankheit eingestuft und unterliegt deshalb der Meldepflicht. Wenn Sie in Ihrem Garten den Befall von Feuerbrand bemerken, melden Sie dies bitte umgehend der Gemeinde. Unsere Gärtner werden die kranken Pflanze begutachten und die erforderlichen Schritte veranlassen.

Frostspanner

Die grünen etwa 20 mm langen Raupen des Frostspanners schlüpfen im Frühjahr und haben weiße Längsrillen. Typisch ist ihre bucklige Fortbewegungsart. Befallen werden
Obst- und Laubbäume (auch Ahorn, Eiche, Linde und Weißdorn). Von März bis Mai fressen sie an Blättern, Blüten und Knospen. Die Larven spinnen oft Blätter und Blüten zusammen. Einige der jungen Tiere lassen sich an ihrem Gespinstfaden hängend bei ausreichender Windstärke auf anderen Bäumen nieder.


Bekämpfung
Das Anbringen von Leimringen im September hält die flugunfähigen Weibchen von einer Wanderung vom Erdboden zu den Baumkronen ab. Fertige Leimringe sind in Bau- und Gartenmärkten erhältlich und sind in etwa 50 cm Höhe anzubringen. Allerdings sollten diese im Dezember wieder abgenommen werden, da auch Nützlinge an den Leimringen kleben bleiben. Im Winter können Spritzungen mit Spritzmittel auf Mineralölbasis vorgenommen werden. Auch diese sind im Fachmarkt erhältlich.

Buchsbaumzünsler

Der Buchsbaumzünsler ist ein ostasiatischer Kleinschmetterling aus der Familie der Zünsler (Pyralidae), der neuerdings nach Mitteleuropa eingeschleppt wurde.

 

Das Schadbild ist nicht zu verwechseln mit anderen Buchsbaum-Erkrankungen. Die befallenen Pflanzen sind hellbeige gefärbt, an einzelnen Blättern sind nur noch die Blattrippen vorhanden oder der Blattstiel. Dazwischen gibt es vereinzelt auch noch gesunde, grüne Blätter. Die Raupen fressen zunächst die Blätter des Buchs, anschließend auch die grüne Rinde um die Zweige. Alle nach den Fraßstellen liegenden Pflanzenteile sterben ab. Die ganze Pflanze ist von einem Gespinst umgeben, in dem helle Kotkrümel sichtbar sind.

 

Biologie / Aussehen
Die Falter legen an den Blättern des Buchsbaumes linsenförmige, gelbgrüne Eier in kleinen Gruppen ab. Aus ihnen schlüpfen nach kurzer Zeit die Jungraupen. Diese sind bis zu fünf Zentimeter lang, gelbgrün bis dunkelgrün sowie schwarz und weiß gestreift, mit schwarzen Punkten, weißen Borsten und schwarzer Kopfkapsel. Nach etwa vier Wochen verpuppen sich die Raupen an der Pflanze und nach rund einer Woche Puppenruhe schlüpft der Falter. Dieser hat weiße Flügel mit einem braunen bis schwarzen Rand und eine Flügelspannweite von ca. 4 cm. Die Lebensdauer des Falters beträgt zwar nur eine gute Woche, dennoch werden zwei bis zu drei Generationen pro Jahr geboren.

 

Maßnahmen
Bei geringem Befall reicht es, die Raupen händisch einzusammeln und zu vernichten. Großflächiger Befall erfordert die Behandlung mit einem Insektizid. Falls Sie Ihre befallene Pflanze lieber entsorgen als mit Insektizid zu behandeln, empfiehlt es sich, diese möglichst klein zu häckseln. Durch Zwischenlagerung der zu entsorgenden Pflanze in einem schwarzen Müllsack, starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt, kann die Raupe geschwächt und zum Teil sogar abgetötet werden.

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Abfallverband Mödling

www.abfallverband.at/moedling

Praktische Tipps zum Thema Umwelt

www.umweltberatung.at

Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW)

www.bfw.ac.at

Weitere Links & Infos